02.07.2021

Die Wohnung oder der Keller stehen voll mit Wasser – was ist nun zu tun?

Spätestens wenn das Wasser Dämmschichten unter schwimmenden Estrichen, Hohlräume im Baukörper oder Holzbalkendecken durchfeuchtet hat, müssen Sie auf jeden Fall einen Fachbetrieb für die technische Trocknung hinzuziehen, damit die Trocknung nicht nur oberflächlich geschieht.

Unzureichende Trocknung kann eine ganze Reihe negativer und kostspieliger Folgen nach sich ziehen:

  • Wärme- und Schalldämmwerte gehen verloren
  • Mineralische Dämmstoffe können sich zersetzen und zerfallen
  • Schimmel-, Moder- und Bakterienbildung
  • Ausblühungen an Natursteinböden
  • Irreparable Quell- und Zersetzungsprozesse bei Calciumsulfat-Estrich (Anhydrit)

Wie geht der Fachmann bei einer durchfeuchteten Estrichdämmschicht vor?

Glücklicherweise kann die Dämmung in den meisten Fällen unter dem Estrich im eingebauten Zustand getrocknet werden. Der Estrich selbst sowie Bodenbeläge, sofern sie nicht durch das Wasser direkt beschädigt wurden, können erhalten bleiben. Eine Fachfirma führt meist Kernbohrungen von ca. 50mm Ø durch den Estrich in die Dämmschicht darunter durch. Eine einzige Bohrung reicht, je nach Art und Dicke der Dämmung, für ca. 10 bis 15 m² Fläche.

Anschließend werden Schläuche in die gebohrten Löcher geführt, über die nun mit speziellen Seitenkanalverdichtern Luft aus der Estrichdämmschicht abgesaugt wird. Die abgesaugte Luft wird mehrstufig gefiltert, wieder der Raumluft zugeführt und dort dann durch Trocknungsgeräte (Kondens- und Absorptionstrockner) entfeuchtet. Der in der Dämmung entstandene Unterdruck gleicht sich aus, indem getrocknete Raumluft über separate Einflutöffnungen oder die geöffneten Randfugen wieder in die Dämmschicht einströmt. So entsteht ein kontinuierlicher Trocknungskreislauf, der den Feuchtegehalt der Estrichdämmschicht gezielt reduziert.

Wird die Raumluft durch die Trocknung mit Mikrofasern oder Schimmelsporen belastet?

Definitiv nein! Das gerade beschriebene Verfahren nennt man Unterdrucktrocknung. Bei diesem Verfahren wird die aus der Dämmschicht abgesaugte Luft komplett gefiltert. Der sogenannte Wasservorabscheider filtert die angesaugte Luft bereits grob vor. Anschließend scheidet ein Mikrofilter die Feinpartikel, wie z. B. Fasern aus mineralischen Dämmstoffen ab. Zu guter Letzt sorgt ein HEPA-Filter (High Efficiency Particulate Airfilter) durch das komplette Herausfiltern von Schimmelsporen, Bakterien und Mikrofasern für beste Luftqualität.

Wie hoch können die Kosten dabei werden?

Aufgrund unterschiedlichster baulicher Gegebenheiten gibt es hier natürlich keine Pauschalantwort. Die Trocknung einer Estrichdämmschicht wird zumeist nach Quadratmetern abgerechnet. Je nach Bodenbelag, verwendetem Dämmstoff und der individuellen Bau-und Schadensituation liegen die Preise in der Regel in einem Bereich von 16,- bis 25,- € pro Quadratmeter.

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